Der Akku ist das Bauteil deiner E-Zigarette, das am schnellsten altert – und das einzige, das du bei den meisten Pod-Systemen nicht einfach tauschen kannst. Mit ein paar Gewohnheiten beim Laden und Lagern hält er spürbar länger. Die folgenden Tipps gelten für fest verbaute Akkus genauso wie für Wechselakkus.
Warum lässt ein Akku überhaupt nach?
In E-Zigaretten stecken Lithium-Ionen-Akkus. Sie verlieren mit jedem Ladezyklus ein wenig Kapazität, außerdem altern sie mit der Zeit – auch wenn sie nur herumliegen. Zwei Dinge beschleunigen diesen Verschleiß besonders: hohe Temperaturen und extreme Ladezustände, also ganz voll oder ganz leer. Genau dort setzen die Pflegetipps an.
Wie lade ich meine E-Zigarette am besten?
- Nicht bis zum letzten Zug leerdampfen. Lade nach, wenn die Anzeige einen niedrigen Akkustand meldet, statt zu warten, bis das Gerät abschaltet.
- Teilladungen sind in Ordnung. Das Umweltbundesamt empfiehlt, Lithium-Akkus frühzeitig nachzuladen und nur bis etwa 90 Prozent zu laden. Zwischendurch kurz nachladen schadet also nicht – im Gegenteil.
- Nicht dauerhaft am Kabel lassen. Zieh das Gerät ab, wenn es voll ist, statt es regelmäßig über Nacht oder tagelang angeschlossen zu lassen.
- Das passende Netzteil verwenden. Halte dich an die Ladeangabe des Herstellers. Unterstützt dein Gerät kein Schnellladen, bringt ein starkes Netzteil keinen Vorteil.
- Beim Laden nicht abdecken. Lade auf einer festen, nicht brennbaren Unterlage und nicht unter dem Kissen oder in der prallen Sonne.
Viele Geräte erlauben das Dampfen während des Ladens. Das ist praktisch, erwärmt den Akku aber zusätzlich. Als Dauerlösung ist es nicht ideal.
Welche Temperaturen schaden dem Akku?
Hitze ist der größte Feind. Das Armaturenbrett im Sommer, die Fensterbank oder die Hosentasche direkt am Körper bei hohen Außentemperaturen setzen dem Akku zu. Laut Umweltbundesamt schaden vor allem Temperaturen über 50 Grad und unter minus 20 Grad der Lebensdauer. Im Winter liefert ein kalter Akku zudem vorübergehend weniger Leistung – das gibt sich, sobald er wieder Zimmertemperatur hat. Lade ein stark ausgekühltes Gerät erst, wenn es sich aufgewärmt hat.
Wie lagere ich ein Gerät, das ich länger nicht nutze?
Ein Zweitgerät in der Schublade sollte weder voll noch leer sein. Laut Umweltbundesamt empfehlen die Hersteller einen Ladestand von etwa 40 bis 50 Prozent, gelagert bei 10 bis 25 Grad. Ein leer gelagerter Akku kann sich tiefentladen und lässt sich dann unter Umständen gar nicht mehr laden. Sieh bei längerer Pause alle paar Monate nach und lade bei Bedarf etwas nach. Mehr zur Lagerung liest du in unserem Beitrag E-Zigarette richtig aufbewahren und transportieren.
Was hat Sauberkeit mit dem Akku zu tun?
Kondensat und Liquidreste sammeln sich an den Kontakten zwischen Pod und Gerät und in der Ladebuchse. Das führt zu Kontaktproblemen: Das Gerät erkennt den Pod nicht, zündet unregelmäßig oder lädt nicht sauber. Wische die Kontakte regelmäßig mit einem trockenen Tuch oder Wattestäbchen ab. Wie das im Detail geht, steht unter E-Zigarette reinigen.
Was gilt zusätzlich für Wechselakkus (18650, 21700)?
Bei einem Akkuträger nimmst du die Zellen selbst in die Hand. Dafür gelten ein paar zusätzliche Regeln:
- Schutzhülle prüfen. Ist die Folie um die Zelle eingerissen oder der Isolierring am Pluspol beschädigt, darf der Akku so nicht weiter benutzt werden.
- Nie lose transportieren. Akkus gehören in eine Akkubox – nicht zusammen mit Schlüsseln oder Münzen in die Tasche.
- Extern laden. Ein externes Ladegerät lädt jede Zelle einzeln und gleichmäßig; vor allem bei Geräten mit zwei Zellen ist es die bessere Wahl.
- Akkupaare zusammenhalten. In Geräten mit zwei Zellen nutzt du immer dasselbe Paar: gleicher Typ, gleiches Alter, gemeinsam geladen.
Woran merke ich, dass der Akku am Ende ist?
- Die Laufzeit ist deutlich kürzer als früher, obwohl du nicht mehr dampfst.
- Das Gerät schaltet ab, obwohl die Anzeige noch Restladung meldet.
- Der Akku wird beim Laden oder Dampfen ungewöhnlich warm.
- Das Gehäuse wölbt sich oder der Akku ist sichtbar beschädigt.
Bei den letzten beiden Punkten gilt: Gerät nicht weiter benutzen und nicht mehr laden. Ein aufgeblähter oder überhitzender Akku ist ein Sicherheitsrisiko.
Wohin mit dem alten Gerät?
E-Zigaretten und Akkus gehören nicht in den Hausmüll. Verkaufsstellen müssen ausgediente Geräte kostenlos zurücknehmen, auch Wertstoffhöfe nehmen sie an. Ab 2027 müssen Akkus in neuen Geräten außerdem entnehmbar sein – die Hintergründe erklärt unser Beitrag zur EU-Batterieverordnung.
Das Wichtigste in Kürze
- Weder ganz leer dampfen noch dauerhaft am Ladekabel lassen.
- Hitze vermeiden – vor allem im Auto und in der Sonne.
- Ungenutzte Geräte halb geladen und bei Zimmertemperatur lagern.
- Kontakte und Ladebuchse sauber halten.
- Wechselakkus nur mit intakter Hülle, in der Akkubox und im externen Ladegerät.
Quelle für die Lade- und Temperaturempfehlungen: Umweltbundesamt, Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus.